Festival Verfemte Musik 2019

Das Symposium steht unter dem Titel „Musik in Diktaturen“ und widmet sich u.a. der Betrachtung von Lebensschicksalen von Komponisten*innen im Kontext von Verfolgung und Beschränkung des künstlerischen Schaffens.

Ein weiterer Aspekt wird die politische Einflussnahme und Instrumentalisierung von Musik sowie des künstlerisch-kulturellen Lebens durch Diktaturen im 20. Jahrhundert betreffen. Es soll erörtert werden, inwieweit die dafür notwendigen Mechanismen eine neue Qualität erreicht haben. Welche politischen Rahmenbedingungen wurden geschaffen, um die Menschen und somit die Gesellschaft zu „formen“ und zu durchdringen? Totalitäre Herrschaftsformen gehen in ihren Zielstellungen und ihrem Anspruch auf die Gestaltung nicht nur des Staates, sondern auch des Einzelnen weit über alle zuvor bekannten oder akzeptierten Grenzen hinaus. Wie wirkte sich dies auf die Bildende oder darstellende Kunst, Musik und Literatur aus, wenn ganze Stilrichtungen ausgegrenzt und politische Meinungen von Künstler*innen unterdrückt wurden? In diesem Sinne bewahrheiten sich die Worte des ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler anlässlich der Martinée im Rahmen des „musikfest berlin 09” vom 6. September 2009 im negativen Verständnis, wenn er sagt:

„Wie frei eine Gesellschaft ist, erkennen wir nicht zuletzt daran, wie frei in ihr die Kunst ist – auch wie frei sie von politischer Inanspruchnahme ist.“

Weitere Informationen zu Referent*innen, Inhalten und zum Ablauf finden Sie in auf der Internetseite www.jemumv.de